Ein Stück Gerechtigkeit
Immer mehr Menschen sehen ein, dass soziale Gerechtigkeit einen Wert darstellt, den man auch beim Einkaufen berücksichtigen kann. Wer sich gern schön kleidet, kann viel tun, um auch Fairness im Bereich der Mode zu realisieren. Fair Trade hilft, ein wenig mehr Gerechtigkeit in vielen Bereichen zu schaffen. Wenn Kleiderproduzenten und -zulieferer gerechte Löhne erhalten, ist das schon ein großer Schritt, um auch in der Mode ein wenig mehr Gerechtigkeit herzustellen. Fair Trade hilft, den Zusammenhang für globale Mechanismen zu sehen und dementsprechend zu handeln. Denn die Konsumenten tragen mit ihrer Nachfrage zu der Produktion von fair hergestellter Kleidung bei.
Auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Menschen, die in der Textilindustrie arbeiten, werden immer wichtiger. Dass Gesundheits- und Sozialstandards, die ein menschenwürdiges Leben garantieren, in der Modebranche eingehalten werden, war und ist nicht selbstverständlich. Aber auch viele große Modekonzerne haben dank der Interventionen von Kampagnen für fair hergestellte Kleidung angefangen, umzudenken. So ist Fair Trade nicht nur bei Kaffee und Bananen ein effektives Prinzip, mehr Gerechtigkeit und humanes Denken zu praktizieren. Denn gerade Trägerinnen und Träger von Ökomode sind durchaus bereit, auch die wertorintierten Aspekte von Kleidung zu überdenken und auch den möglicherweise höheren Preis für fair produzierte Kleidung zu zahlen. Fair ist mehr, das ist eine durchaus realistische Einschätzung. Mehr an Lebensqualität, für Produzenten und Konsumenten. Mehr an ökologischer und sozialer Verantwortung, die alle, die fair produzierte Kleidung tragen und herstellen, übernehmen. Denn häufig ist fair produzierte Kleidung auch Ökomode. Und schließlich ist Fair Trade häufig mit der Unterstützung von kleineren Textilkooperativen verbunden, die mit großer Kreativität und handwerklichem Geschick arbeiten.
10